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Ihre Beiträge und Äußerungen sind oft banal, wenig zielführend und für Zuschauer oder Leser möglicherweise manchmal interessant, aber nicht wirklich Mehrwert vermittelnd.

Wer sich heute im Fernsehen, im Rundfunk oder in Zeitungen und Zeitschriften zu einem Thema äußert, ist in der Regel gleich ein Experte, wenn sich nicht noch bessere Titel aufdrängen, wie „Legende“ usw. Als Experte soll man auf einem oder mehreren Gebieten, bei Sicherheit sind das eigentlich ziemlich viele, sich sehr gut auskennen, entsprechend qualifiziert und auch spezialisiert sein und somit über Sachkunde verfügen. Es sollte eine Einheit von theoretischen Grundlagen und praktischen Erfahrungen vorliegen, die über dem allgemein üblichen Niveau auf diesem Gebiet liegen. Nur lange genug dabei sein, reicht somit nicht. Das ist aber leider oft ein, wenn nicht gar das einzige, Kriterium. Bestes aktuelles Beispiel sind die vielen „Ehemaligen“ als „Experten“ bei der Fußballweltmeisterschaft. Manch einem wünscht man, dass er in dieser Zeit seinen Schul- oder Berufsabschluss nachholt. → → → weiter lesen

Geschützt ist so ein Titel aber nicht, eben so wenig wie Sicherheitsberater. Jeder kann sich so nennen oder wird zur Verbesserung der Aussenwirkung in den Medien so bezeichnet. Wer will schon einen Schlossermeister, wenn er einen Sicherheitsexperten haben kann?.

Es ist aber auch nicht leicht. Bei jedem Ereignis suchen viele TV-Stationen und Presseorgane zur gleichen Zeit geeignete Experten, selbst oft auch mit wenig Sachkunde und unter Druck stehend. Im Land der 100.000 Vereine, der viertgrößten Wirtschaftsmacht der Welt, Deutschland, gibt es jedoch nur einen bekannten Verein von Sicherheitsberatern mit weniger als 10 Mitgliedern. Eine der größten Pannenbaustellen der jüngeren deutschen Geschichte in Berlin hat zwar seit vielen Jahren Sicherheitsprobleme, aber keinen qualifizierten Sicherheitsberater. Bei den bekannten Ergebnissen wäre der allerdings schon sicher verwahrt oder von der Presse zerfleischt und das sicher nicht unberechtigt. Dieses Marktdesinteresse an kompetenter Sicherheitsberatung in Deutschland ist eine der Ursachen, dass sich wirkliche Experten und Berater gar nicht entwickeln können. Es sei denn, sie arbeiten im Ausland. Problematisch wird die „Expertenberatung“ dann, wenn tatsächlich nur eine Leistung oder ein Produkt verkauft werden soll. Eigentlich haben wir Verkaufsberater, die ihr Angebot mit mehr oder weniger Sachkunde vermitteln.

Die vielen oberflächlichen Beiträge sind auch eine der Ursachen dafür, dass viele Menschen denken, Unsicherheit, das eigentliche Problem, ist leicht zu bewältigen. Da Unsicherheit auch eine Alltagserscheinung ist, die Jeder bewältigen muss und partiell auch kann, fehlt die Sensibilität für die Schwellen und Grenzen, bis es zu spät ist. Hier müsste der sachkundige Experte ansetzen und Lücken schließen. Davon sind wir bei den Sicherheitsexperten leider noch zu weit entfernt.