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Die deutsche Sicherheitswirtschaft steht im Juni 2017 vor der Gründung eines weiteren eigenständigen Verbandes, des Bundesverbandes der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS), der auch als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband die Richtlinien der Tarifpolitik festlegen will und Tarifabschlüsse vereinbaren soll. Bisher war dies mit eine der Aufgaben des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW), der mit Beschluss vom 18.05.2017 auf der Jahresmitgliederversammlung mehrheitlich mit einer Satzungsänderung auf diesen Aufgabenbereich verzichtet hat.

Über den neuen Verband soll zukünftig die Interessen­vertretung für den Bereich Sicherheitsdienstleistungen nach dem LuftSiG sowie Service- und Fluggastdienste jeweils an Verkehrsflughäfen erfolgen. BDSW-Mitglieder, die in diesem Bereich bisher tätig waren, können dem neuen Verband beitreten, der BDSW wird ihre spezifischen Interessen aber nicht mehr wie bisher vertreten. Damit wird die Vertretung der deutschen Sicherheitswirtschaft weiter dezentralisiert, eine einvernehmliche zentralisierte und auch wirksame Vertretungskörperschaft existiert seit einigen Jahren ohnehin nicht mehr. Dieser Zustand wird immer mehr zementiert und nicht wie erforderlich, verändert. Als im Jahre 2011 der damalige Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e. V. (BDWS) umbenannt wurde, →→→

war dies genau aber eines der erklärten Ziele des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft e. V. (BDSW). Dabei ging es sowohl um eine bessere Grundlage für integrierte und ganzheitliche Sicherheitslösungen als auch eine wirksamere Interessenvertretung gegenüber der Politik und im Rahmen der Tarifabschlüsse. Bereits zu diesem Zeitpunkt war die angestrebte einheitliche Interessenvertretung über die damalige Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft ASW praktisch gescheitert und viele dort vereinigte Arbeitgeber- und Branchenvertreter gingen eigene Wege. Auch in der Luftsicherheit ist integrierte und ganzheitliche Sicherheit erforderlich, mit gewährleistet nicht nur durch die Luftsicherheitsassistenten, sondern auch den klassischen Objekt- und Personenschutz auf den Flughäfen oder die Datensicherheit. Das macht man also zukünftig auf den Flughäfen alles separat?

Die Wach- und Sicherheitsunternehmen, der Veranstaltungsschutz, der Geld- und Werttransport mit eigenem Verband, die Unternehmen der Hersteller und Anlagenerrichter von Sicherheits- und Schutztechnik mit mehreren Verbänden, die Sicherheitsberater, die Personen- und Begleitschützer, Ermittlerdetektive, Brandschutzfachleute, Arbeits- und Gesundheitsschutzexperten u.v.A.m. verfügen über eine (zu) große Anzahl von Vereinen und Verbänden, viele sind nicht einmal mit dem Namen wirklich bekannt, so bei den Detektiven und Personenschützern. Die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Welt Deutschland hat einen echten Sicherheitsberaterverband mit weniger als 10 Mitgliedern, das kann man nicht kommentieren. Selbst bei dem krisengeschüttelten Flughafenneubau in Berlin, dessen Hauptprobleme seit Jahren im Sicherheitsbereich liegen sollen, hat man noch nie etwas von einem ganzheitlich tätigen Sicherheitsberater gehört. Bei den Problemen wäre der wohl nicht zu verstecken. Zwei Jahre vor Baubeginn wurde eine solche Institution abgelehnt, machen die Planer nebenbei mit!

Über Sicherheit reden ist einfach, Jeder glaubt etwas davon zu verstehen. zumindest so lange nichts passiert ist, Sicherheit machen - analysieren, konzipieren, planen, umsetzen, vermitteln und organisieren - geht nicht so einfach und schon gar nicht mehr in der aktuell so gefährlichen Zeit. Eine kompetente, schlagkräftige und anerkannte Vertretung der Sicherheitswirtschaft mit einer abgestimmten Zielrichtung ist nötiger den je. Mehr Verbände führt sicher nicht zu einer Lösung, wie die Vergangenheit der letzten 20 Jahre beweist.