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Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die deutsche Sicherheitswirtschaft sind gespalten. Überall dort, wo Veranstaltungen abgesetzt wurden und bisher nicht wieder vorgesehen sind, wo bisher gesicherte Wirtschaftsunternehmen mit Ihrer Existenz kämpfen oder ihre Geschäftstätigkeit zurückgefahren haben, sind auch die externen Dienstleister mit betroffen. Da die deutsche Sicherheitswirtschaft mit über 6.000 Unternehmen und mehreren tausend Selbständigen – diese meist tätig als Subunternehmer - sehr mit-telständig aufgestellt ist und oftmals Reserven fehlen sowie die Basisqualifizierung mit der Unterrichtung oder IHK-Sachkundeprüfung sehr spartanisch ist, wirken sich allerdings bereits diese Entwicklungen dramatisch aus. Die auf derartige Dienstleistungen vor allem im Veranstaltungs- und Objektschutz spezialisierten Sicherheitsunternehmen sind davon gegenwärtig besonders betroffen. 

Es gibt Existenzprobleme, Kurzarbeit und auch ernüchternde Feststellungen. Die betreffen insbesondere die Verwendbarkeit der freigesetzten Sicherheitsmitarbeiter in anderen Einsatzbereichen. Zu lange hat man sich oft mit der 40-Stunden-Unterrichtung zufrieden gegeben, an vielen anderen Stellen ist die aber nicht ausreichend. Mittlere und höhere Qualifizierungen, wie die Geprüfte Schutz- und Si-cherheitskraft (IHK) oder die Servicekraft und Fachkraft für Schutz und Sicherheit wurden trotz zunehmenden Bedarfs in den letzten Jahren zu wenig ausgebildet. Das ist auch auf eine zu einseitige Förderpolitik zurückzuführen, die sich vorrangig auf die zeitnahe Vermittelbarkeit in Arbeit, nicht aber auf deren nachhaltige Perspektive konzentrierte. Hier ist eine Änderung angeraten und die Zeit dafür ist trotz dramatischer wirtschaftlicher Entwicklungen günstig. 
 
Es ist allerdings derzeit nicht erkennbar, dass aus der bisherigen einseitigen Unterstützung der unzureichenden Gewerbezugangsqualifizierungen nach § 34a GewO signifikante Schlussfolgerungen bei Delegierungen zu und Förderungen von Bildungsmaßnahmen gezogen werden. Alles läuft aktuell erschreckend auf Sparflamme, →  →  →
 

"BMI übernimmt die Zuständigkeit für das Bewachungsrecht - Neuordnung der Regelungen für das private Sicherheitsgewerbe geplant 

Zum 1. Juli 2020 übernimmt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat die Zuständigkeit für das Bewachungsrecht vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Damit beginnen beide Häuser mit der Umsetzung einer weiteren Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag.. Die Verwaltungsverein­barung zur Regelung des Zuständigkeitsübergangs wurde jetzt unterzeichnet.

Bundesinnenminister Horst Seehofer: "Private Sicherheitsunternehmen leisten einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit in Deutschland. Mit dem Übergang der Zuständigkeit für das Bewachungsrecht in mein Ministerium bündeln wir die Kompetenzen in diesem Bereich. Wir werden gemeinsam an höheren Sicherheitsstandards für das Sicherheitsgewerbe arbeiten. Damit steigern wir die Qualität und das notwendige Vertrauen in die Branche." 

Das derzeit beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geführte Bewacherregister soll mittelfristig beim Statistischen Bundesamt im Geschäftsbereich des BMI geführt werden. Um einen reibungslosen Übergang der Zuständigkeit zu gewährleisten, haben das BAFA und das Statistische Bundesamt für eine Übergangsphase eine enge Zusammenarbeit vereinbart. 

Der Koalitionsvertrag sieht vor, durch die Neuordnung der Regelungen für das private Sicherheitsgewerbe in einem eigenständigen Gesetz die Sicherheits­standards in diesem Gewerbezweig zu verbessern und so für noch mehr Sicherheit und Verlässlichkeit zu sorgen.“ (BMI-Pressemitteilung vom 18.06.2020)

Zu dieser historischen Mitteilung eine Presseinformation des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft vom 18. Juni 2020: ⇒ ⇒ ⇒

Am 14.05.2020 war es soweit. Nach Wiederaufnahme des Vollzeitunterrichts am 04.05.2020 mit allen noch laufenden Kursen fand auch die ersten IHK-Sachkundeprüfung nach Umstellung auf alternative Lern- und Unterrichtsmethoden seit Mitte März 2020 beim ROTEIV®-Bildungszentrum Berlin statt. Es war quasi der Test, inwieweit die Prüfungsvorbereitung auch unter den bekannten extremen Bedingungen zum Erfolg führte. Die über 15 Teilnehmer absolvierten die IHK-Sachkundeprüfung gem. § 34a GewO unter strenger Beachtung der Hygienevorschriften mit einer Bestehensquote von 70 %. Das ist ein Erfolg, zu dem wir sowohl den Kursteilnehmern als auch den Kursleitern und Dozenten unseren Glückwunsch und Dank aussprechen. Dieses Ergebnis unter extremen Bedingungen vorbereitet liegt nur wenig unter unserm Durchschnitt von 75 bis 80 % und die Wiederholungsprüfungen stehen noch aus. Nunmehr folgen die Waffensachkundeprüfung und die Fortsetzung der integrierten Fahrschulausbildung B. ⇒ ⇒ ⇒

Eine sehr aktuelle Frage ist sicher, in welchem Umfang die private Sicherheitswirtschaft mit ihren verschiedenen Leistungsbereichen von der Coronavirus-Krise mit allen ihren Auswirkungen und Einschränkungen betroffen ist. Dabei stehen die personellen Sicherheitsdienstleistungen sicher im Mittelpunkt. Sie sind, allerdings sehr differenziert, Bestandteil der Sicherheitsarchitektur in Deutschland und leisten für die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung einen inzwischen anerkannt nicht ersetzbaren Anteil. So hat die Bundeswehr sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die derzeit erfolgende bewaffnete Bewachung aller Bundeswehrliegenschaften ohne die privaten Sicherheitsdienstleister nicht zu realisieren ist, dafür fehlen schlicht die Soldaten. Hier geht es auch um den Zugriff auf Waffen, Munition und Spezialtechnik.
 
Diese grundsätzliche Aussage betrifft in der derzeitigen Krisensituation viele Leistungsbereiche der Sicherheitswirtschaft, denn die Gefährdungslage  hinsichtlich Terrorgefahr, organisierter Kriminalität und Alltagskriminalität ändert sich nicht grundlegend, wenngleich in der öffentlichen Wahrnehmung derzeit nicht im Mittelpunkt stehend. Gerade mögliche lagebedingte Abstriche an Sicherheit und Ordnung können das Angriffsverhalten beeinflussen, die Computerkriminalität hat bereits neue pandemierelevante Ziele im Visier. Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen, die für die zukünftige Bekämpfung des Coronavirus und seiner Auswirkungen von besonderer Bedeutung sind, geraten verstärkt in den Fokus wirtschaftskrimineller Aktivitäten und sind zu schützen. → → →
 

Aktueller Hinweis: ROTEIV®-Bildungszentrum Berlin startet am Montag, 04.05.2020, 08.00 Uhr mit dem Vollzeitunterricht für die Umschulungen zur "Fachkraft für Schutz und Sicherheit", die sich weiter auf die IHK-Berufsprüfung vorbereiten werden, sowie die Prüfungsvorbereitungskurse auf die IHK-Sachkundeprüfung gem. § 34a GewO mit diversen Fachkursen. Dabei werden die Hygieneregeln gemäß einer Verordnung der Landesregierung konsequent umgesetzt. ROTEIV®-Bildungszentrum Berlin kann in Kooperation mit der zuständigen IHK bereits Mitte Mai IHK-Sachkundeprüfungen anbieten und damit die seit Anfang des Jahres laufenden Kurse ordentlich geprüft abschließen. Wir hoffen, dass eine erneute Umstellung auf alternative Unterrichtsmethoden als Hauptausbildungsform nicht mehr erforderlich sein wird.
Die aktuelle Corona-Epidemie hatte auch in unserer Sicherheitsfachschulen ROTEIV®-Bildungszentrum Berlin eine schnelle Reaktion und Einstellung auf die veränderte Lage erforderlich gemacht. Alle Vollzeitbildungsmaßnahmen wurden kurzzeitig unterbrochen und soweit entsprechend geeignet auf alternative Lern- und Unterrichtsmethoden umgestellt. Damit folgten wir der Orientierung der Fördermittelgeber, Kurse nicht übereilt abzubrechen, sondern neue Lösungswege zu suchen. Die Personalsituation in der privaten Sicherheitswirtschaft wird sich zwar in Folge der Krise sicher verändern, der Bedarf an qualifizierten Sicherheitspersonal aber nicht abnehmen. Besonders dramatisch ist die Situation derzeit beim Veranstaltungsschutz und damit verbundenen Dienstleistungen, da im Prinzip alle Veranstaltungen mit Schutzbedürfnissen ausfallen. Allerdings verfügen viele dieser Mitarbeiter nicht über die gewerberechtliche Zulassung nach § 34a GewO und sind alternativ nicht sofort einsetzbar. Denn auch in der Krise nimmt der Sicherungsbedarf an anderer Stelle spürbar zu, so in den Krankenhäusern, in Behörden mit Kundenkontakten und auch in wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Einrichtungen. Weiterhin finden nach wie vor gerade in der Sicherheitswirtschaft das „normale“ altersbedingte Ausscheiden und zunehmend krankheitsbedingte Ausfälle statt. → → →

Die Personallage in der deutschen Sicherheitswirtschaft ist nach wie vor dramatisch. Dabei geht es nicht nur um die über 10.000 unbesetzten Stellen und die vielen teils kriminell arbeitenden Subunternehmer, es betrifft auch die eingesetzten oder kurz davor stehenden Sicherheitsmitarbeiter. Bei ihnen fehlt in der Regel eine marktgerechte Basisqualifizierung und bei vielen eingesetzten Mitarbeitern darüber hinaus die oft dem Kunden verkaufte höhere Qualifizierung, wie die „Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft“. Sie wird derzeit, gemessen am Marktbedarf, genauso wenig ausgebildet wie die Fachkraft oder Servicekraft für Schutz und Sicherheit.

Es hat viele Jahre gedauert, dem Kunden eine über der Unterrichtung oder IHK-Sachkundeprüfung liegende Qualifizierung kostenpflichtig anzudienen. Jetzt wird sie zunehmend gefordert, aber die entsprechend qualifizierten Mitarbeiter fehlen. Was sich nicht wesentlich geändert hat, ist das Wirken vieler Einzelunternehmer, UG-Unternehmer und Minifirmen, die oft unter Missachtung des Branchenmindestlohnes und der vereinbarten Qualifizierungen in der Regel als Subunternehmer bis zur 3. Ebene weiter ihr Unwesen treiben, begünstigt durch die aktuelle Rechtslage. →  →  →

Wie jedes Jahr konnte auch vor dem Jahreswechsel 2019 die ISG International tätige sicherheitsgesellschaft mbH Berlin mit dem „ROTEIV®-Bildungszentrum Berlin“ und dem „ROTEIV®-Onlineshop für  Markensicherheitstechnik“ den Wiederholungsaudit der zertifizierten Qualitätsmanagementsysteme sehr erfolgreich bewältigen. Dieser Audit hatte eine besondere Bedeutung, da mit ihm auch der neue Unternehmenssitz mit dem neuen Schulungsobjekt nach dem Umzug im November 2019 nach AZAV zugelassen wurde. Damit fand auch ein sehr bewegtes und anstrengendes Jahr mit einem besonders anspruchsvollem letzten Quartal einen würdigen Abschluss, nachdem bereits ein beachtlicher Umsatzzuwachs von über 20 % trotz erheblicher Beeinflussungen bis zum Audit 2019 erreicht wurde. → → →

Derzeit überschlägt sich die Politik angesichts lahmender Konjunktur und vermuteter steigender Arbeitslosigkeit, der Wirtschaft Programme und Lösungen anzubieten, um Entlassungen abzuwenden. Dabei spielen in der Regel immer Kurzarbeit und betriebliche Weiterbildungen eine Rolle. Nun zählt die private Sicherheitswirtschaft mit immer noch über 10.000 unbesetzten Stellen und einer wahrscheinlich wesentlich größeren Anzahl von Sicherheitspersonal mit unzureichenden Qualifizierungen sicher nicht zu den Branchen mit signifikanten Entlassungsängsten. Bekannt sind eigentlich nur die frei gemeldeten Stellen. Die Dunkelziffer von eingesetztem Personal ohne die vertraglich vereinbarte (und vergütete) Qualifizierung dürfte wesentlich größer sein. Das betrifft vor allem die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft mit IHK-Fortbildungsprüfung und die Servicekraft sowie Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit Berufsabschluss.

Wenngleich immer noch die total defizitären Basisqualifizierungen nach § 34a GewO viele Ausschreibungen dominieren, höhere Qualifizierungsanforderungen nehmen stetig zu. Bei der gegenwärtigen Lage darf man gar nicht daran denken, dass vielleicht der neue Berliner Flughafen doch noch 2020 eröffnet wird. 2012 wurden dafür über 500 Sicherheitsmitarbeiter gesucht und wohl nur sehr wenige gefunden, die Nichteröffnung war nicht für Jeden ein Drama. → → →

Unseren Auftraggebern und Kunden, unseren Partnern in den Arbeitsagenturen und Jobcentern, den Rentenversicherungsträgern
und dem 
Berufsförderungsdienst sowie allen Geschäftspartnern, unseren Kursteilnehmern, Absolventen und Dozenten

 ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest

sowie ein erfolgreiches, gesundes Neues Jahr.

 Wir bedanken uns für die angenehme Zusammenarbeit und Unterstützung bei der Erfüllung unserer
Sicherungs- und Schutzaufgaben, unserer Bildungs- und 
Vermittlungsaufgaben sowie Handelstätigkeiten
und freuen uns auf ihre Fortsetzung im kommenden Jahr 2020.

Die ISG International tätige SICHERHEITSGESELLSCHAFT mbH Berlin wird am 15.11.2019 komplett in ein neues Objekt umziehen und ist an diesem Tag wahrscheinlich auch nicht erreichbar. Vorsorglich bitten wir um Verständnis, wenn unmittelbar vor und nach diesem Umzugstermin die Verbindung zu uns zeitweilig etwas schwieriger herzustellen ist und wir nicht wie gewohnt sofort antworten.
Der Umzug erfolgt an folgende Anschrift:
ISG International tätige SICHERHEITSGESELLSCHAFT mbH, Rhinstraße 72, 12681 Berlin

Die Ihnen bekannten und auf in dieser Website ausgewiesenen Telefon- und Faxnummern, die Email- sowie Internetadressen bleiben komplett erhalten. Der Umzug war, begünstigt durch die üblichen mietrechtlichen Gegebenheiten, notwendig, → → → 

Die Lage hat sich nicht wesentlich verbessert, es fehlen nach wie vor über 12.000 Sicherheitsmitarbeiter in der privaten deutschen Sicherheitswirtschaft. Durch den laufenden Generationenwechsel, dem Ausscheiden der Letzten der 90er-Einstellungen und durch signifikant zunehmende neue Aufgaben vor allem in den Kommunen (Stichworte: Bäder, Unterkünfte, Überwachung der Fläche nach Ausdünnung der Polizei usw.) wird sich in naher Zukunft daran auch nicht viel ändern. Die Personallage bei Polizei und Bundeswehr ist ähnlich, die Sicherheitswirtschaft konkurriert somit mit einem ebenfals hohen Personalbedarf in Einrichtungen mit Beamtenperspektive. Deshalb ist es wichtig, alle Interessenten an einer Entwicklung in der privaten Sicherheitswirtschaft ihre umfangreich vorhandenen Perspektiven zu vermitteln und sie entsprechend zu qualifizieren. →  →  →